Manche Gerichte sind mehr als nur Essen. Sie sind Erinnerungen, Trostspender, kleine Zeitreisen zurück an den Küchentisch unserer Kindheit. Für mich ist Hühnerfrikassee genau so ein Gericht – und ich koche es heute noch genau wie meine Oma.
🐔 Warum gerade Hühnerfrikassee?
Hühnerfrikassee ist ein echter Klassiker: Zartes Hähnchenfleisch, eine cremige, helle Soße mit Kapern, – und dazu ein Berg duftender Reis. Kein modernes Superfood, aber ehrliches, bodenständiges Soulfood, das satt und glücklich macht.
Was es für mich so besonders macht? Es schmeckt nach Zuhause.
🌿 Hühnerfrikassee im Sommer – geht das?
Absolut! Gerade im Sommer, wenn man draußen isst, auf dem Balkon oder im Garten, bekommt dieses Gericht einen ganz neuen Charme. Ich serviere es mit einem leichten Riesling, frischen Blumen auf dem Tisch und lasse es langsam auf mich wirken – wie früher, nur draußen.
👉 Mein Tipp: Das Gericht lässt sich super vorbereiten und schmeckt sogar lauwarm hervorragend.
Alles da?
1 Suppenhuhn oder Maispoularde
1 Zwiebel
2 Nelken
1 Lorbeerblatt
1 Bund Suppengrün
Salz, Pfeffer
2 El Butter
2 El Mehl
1 Becher Sahne
2 El Zitronensaft
1 Tl Honig
4 El Sahnemeerettich
2 El Kapern
Wer möchte kann Pilze, Erbsen, Spargelstücke zugeben.
Los geht’s
Zwiebel schälen, mit Nelken spicken. Suppengemüse putzen, in Stücke schneiden.
Mit dem gewaschenen Huhn in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken. Lorbeerblatt nicht vergessen. Salzen.
Etwa 1 1/2 Stunden kochen ( die Maispoularde braucht deutlich kürzer!) Immer mal prüfen ob das Fleisch weich ist. Am Anfang Schaum abschöpfen.
Suppe durch ein Sieb in einen anderen Topf geben.
Huhn zerteilen und in Stücke schneiden.
( Ich mach die Suppe immer am Vortag)
In einem großen Topf Butter schmelzen, Mehl einrühren, Sahne und einen halben Liter Hühnerbrühe zugeben. Unter Rühren aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Honig und Meerrettich abschmecken.
Hühnerfleisch und Kapern zugeben und warm werden lassen.

💐 Ein Teller voller Erinnerung
Beim Essen dieses Hühnerfrikassees sitze ich gedanklich wieder bei meiner Oma am Küchentisch. Die Blumen auf dem Tisch, das leise Klappern des Bestecks – und diese herrlich cremige Soße, die alles umarmt.
Ich glaube, manche Rezepte sind wie Briefe aus der Vergangenheit – und es liegt an uns, sie weiterzuschreiben.
✨ Was war dein Kindheitsgericht?
Mich interessiert:
Was hat deine Oma oder Mama immer gekocht, das du nie vergessen hast?
Schreib es mir in die Kommentare – vielleicht koche ich es in einem der nächsten Beiträge nach. 💌

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